DVD „Der Geist der Biker”
Die abenteuerliche Reise eines Dresdner Motorradclubs durch das Herz Russlands. Ein Film über den universellen Geist der Biker.
» witzig, schrill, ironisch und intelligent.. « MOTORRAD
» Ein echter (Noch)-Geheimtipp! « MotorradABENTEUER
Sammler-Edition im hochwertigen Digipak · 63 Minuten + 40 Minuten Bonusmaterial · Kommentartrack des Filmemachers · in Deutsch, Russisch und Englisch
DVD Motorradfilm
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High Speed-Download der DVD (deutsch) - inklusive Kommentartrack und 40 min. Extras. Kopieren, Aufführen und Remixen erwünscht!
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DVD „Route 66” - AVDC-Edition
Drei Sachsen auf der Suche nach Hollywood - 4000 Meilen in einem 74er Cadillac. Deutschlands erster Open Source Film.
104 min · 5.1 Sound
» Ein unvergesslicher Road Trip durch Amerika,
der dich zum Lachen bringen wird! «
DVD Route 66
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104 min · 5.1 Sound in deutsch und englisch · Kommentarspur · PAL

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Download Route 66
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CD „Route 66 Soundtrack”
Parking Lot at San Diego International Airport” - der originale Filmsoundtrack des ersten deutschen Open Source Films, für den Bechholds die GEMA verlassen musste, um die Free Culture möglich zu machen.
CD Route 66 Soundtrack
9,98 €
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CD „Leaving to Nothing”
Analogsynthesizer-Musik im Stil der späten 70er. Für Fans von Pink Floyd, Vangelis, Tangerine Dream, Tomita, David Parsons, Wendy Carlos und anderen Pionieren der elektronischen Musik ein Muss.
CD Leaving to Nothing
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Buch „Route 66”
Drei Jungs auf einem Road Trip durch die Klischees der amerikanischen Kultur – in einem 74er Cadillac V8. 4000 Meilen durch Klein- und Großstädte, Wüsten und Canyons, über Pisten und Interstates.
Das Buch zum Film. 108 Seiten
» Sobald du Grün siehst, stemmst du das Gaspedal in den Filzteppich, die Reifen pfeifen kurz, krallen sich in den Belag, dann drückt es dich in den weichen Sitz, das Handschuhfach fliegt auf, der Motor schreit dich an und deine Gegner verschwinden in einer Wolke aus Benzin, Öl und verdampfendem Gummi. Den acht Litern Hubraum ist kein Japaner gewachsen. «
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Straight to Internet: erfolgreiche und gescheiterte Internet-Filmprojekte

Auf dem Film-Sommer des Filmverband Sachsen habe ich kürzlich eine handvoll Straight to Internet Filmprojekte vorgestellt, d.h. Projekte, die ausserhalb der Filmförderung und der klassischen TV- & Kinoproduktion enstanden sind. Hier dazu die Linkliste:

  • Route 66 - erster Open Source Film Deutschlands
    (104 min Dokumentarfilm), der unter Creative Commons-Lizenz veröffentlicht wurde und so 2 Mio Zuschauer erreichte. Spielte durch Spenden, DVD-Sales und Sponsoren 35.000 EUR ein. Das Label produzierte bereits zwei weitere Filme, die als Open Source Filme veröffentlicht werden (ja, das Label sind wir).
  • Pure Pwnage
    Gestartet als Webserie für Gamer und seit der 3. Staffel nun bei ShowCase als TV-Serie zu sehen.
  • Star Wreck
    Finnische Star Treck Parodie / Fanfilm. Release zunächst unter Creative Commons als Download. Später TV-Rechte verkauft und internationale DVD-Distribution; z.B. via Universal in Finnland. Für die Folgeproduktion konnte ein siebenstelliges Budget aufgetrieben werden.
  • The Man from Earth
    Klassisch produzierter US-Indie-Science Fiction, der durch den Release als illegaler DVD-Rip im Netz sehr populär wurde (und damit unter anderem die DVD-Sales stiegen), worauf der Produzenten sich bei der Filesharer-Community bedankte.
  • Purefold
    Web-Serie, in die die Produktionsfirma der Scott-Brüder involviert war. Die Serie, die im Blade Runner-Universum angesiedelt war, sollte unter Creative Commons BY SA im Netz laufen und die Zuschauer direkt in den Entstehungsprozess einbinden. Extrem innovatives Projekt, das aus Mangel an Werbepartnern abgebrochen werden musste.
  • Swarm of Angels
    Per Crowdfunding sollten 1.5 Mio Euro gesammelt werden. Trotz PR auf Berlinale, in BoingBoing und Forbes wurde das Ziel nicht annährend erreicht und die Seite ist seit 2009 offline.
  • The Cosmonaut
    Per Crowdfunding wurden bereits 65.000 EUR gesammelt - die Dreharbeiten des Free Culture Science Fictions sind in Vorbereitung.

Interview Filmproduktion & Digitalisierung

Barbara Maier hat mich für Ihre Diplomarbeit "Neue Chancen für die Low Budget Filmproduktion durch die Digitalisierung" interviewt:

Welche Chancen bieten Open Source Projekte für Low Budget Filme?

Die Distribution des ersten Films unseres Labels unter einer Creative Commons Lizenz hat uns ein Vielfaches der Aufmerksamkeit beschert, als das bei einer Veröffentlichung unter Copyright der Fall gewesen wäre. Das dürfte die augenscheinlichste Chance sein: eine hohe Verbreitung. In unserem Fall führte das außerdem zu höheren Einnahmen als beim Verkauf des Films an einen Sender. Außerdem sehe ich Chancen in der Öffnung des kreativen Prozesses selbst.

Wie schätzen Sie die Zukunft von Creative Commons Lizenz und ein?

Die nichtkommerziellen Creative Commons Lizenzen werden sicher weiter Einzug in den Mainstream halten. Ob eine kommerzielle Nutzung stattfinden wird, d.h. ob die Lizenzen auch in der Kultur- und Unterhaltungsindustrie verwendet werden, hängt davon ab, ob man Geschäftsmodelle finden wird, die für die Mehrheit von Kunstschaffenden funktionieren kann - so wie das im pre-digitalen Zeitalter mit dem Verkauf von Lizenzen der Fall war. Da wird auch die Lizenzpolitik der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten eine Rolle spielen. Die BBC ist z.B. Vorreiter in Sachen Creative Commons. Auch ZDF und NDR sind auf dem Weg.

„Die letzte Droge“ ist ja bereits ihr zweites Projekt, was haben sie bei der Durchführung im Vergleich zu „Route 66“ anders gemacht?

"Route 66" war als Dokumentarfilm deutlich weniger aufwendig als der Spielfilm "Die letzte Droge". Kurz gesagt: wir haben mehr Zeit und Geld in den neuen Film investiert.

Welche Möglichkeiten zur Refinanzierung gibt es? Können Open Source Projekte gänzlich refinanziert werden?

Unser erster Film war nach ca. 2 Jahren refinanziert: durch Spenden, Sponsoren, Folgeaufträge und DVD-Verkäufe. Von den Einnahmen haben wir die Dreharbeiten des neuen Films bezahlt. Die Postproduktion "der Droge" war allerdings deutlich teurer, als die "Route 66"-Postproduktion. Wenn wir die 300.000 € Gesamtkosten einspielen, werden wir weiter in den Mainstream vorstoßen; wenn nicht, dann werden Open Source Filmprojekte wahrscheinlich noch einige Jahre Mikrobudget Filmproduktionen bleiben.

Inwieweit verändert sich Ihrer Meinung nach das Verhalten der Rezipienten durch die Digitalisierung?

Der Zuschauer fordert mehr Kontrolle über die Inhalte: wir bestimmen was wir sehen, wann wir es sehen und wo. Außerdem werden wir als Zuschauer nicht länger passiv bleiben: wir verändern diese Inhalte und schicken sie zurück ins Netz. Ich stelle auch eine Veränderung der Sehgewohnheiten fest: billig produzierte Aufnahmen sind inzwischen Massenmarkttauglich. Teilweise wird dieser Handkamera-Look, den wir durch Videoportale gewöhnt sind, sogar aufwendig von den Major Studios imitiert - siehe Cloverfield.

Wie sehen Sie die Zukunft des Films? Wird Interaktion eine größere Rolle spielen?

Wir werden einige Innovationen erleben - z.B. durch den zunehmenden Einfluss von Quereinsteigern oder durch die veränderten Sehgewohnheiten (Stichworte: VLogging, Videogame-Ästhetik). Auch die Innovationsgeschwindigkeit wird zunehmen, vor allem in Sphären die nicht durch Lizenzbestimmungen die freie Entfaltung der Kreativität behindern. Ein Internet-Filmmarkt wird entstehen, so wie ein Markt für TV-Produktionen entstand und ein Straight to Video-Markt. Auch dieser Markt wird eigene Formate hervorbringen. Da die Kollaborationskosten im Netz sehr gering sind, wird die Interaktion zunehmen: Der Einfluss des Dunstkreises, d.h. der lose mit dem Projekt verbundenen Fans, auf die Entscheidungen des Kernteams von Internet-Filmprojekten nimmt zu. Vor allem dann, wenn die Filmemacher sich das Wesen dieses Mediums zu Nutze machen, indem sie beispielsweise die freie Entfaltung der Werke durch Open Source Lizenzen fördern.

Mit Endgeschwindigkeit durch die Staaten brettern / Interview Open Source Film

Dem BEAT Magazin haben Tom und ich neulich ein lustiges Interview gegeben:

Wie kam es zu „Route 66“? Wie habt Ihr die Dreharbeiten in Erinnerung?

Stefan: „Route 66“ handelt von diesem verrotteten Oldtimer, den ich an der US-Westküste von einem schäbigen Typen gekauft hatte. Wie ich beim Kauf feststellen musste, hatte der Cadillac keinerlei Papiere, aber immerhin ein Nummernschild, er war also auf irgend jemand zugelassen und darauf kam es an. Der Wagen war einer der letzten amerikanischen V8-Klassiker und ich hatte vor, damit ein viertel Jahr durch die Staaten zu touren. Ich hatte eine Art Rückkaufgarantie vereinbart und musste zurück an die Westküste – auf diesen Cross Country-Trip lud ich zwei Freunde aus Deutschland ein, die prompt ihre Kameras mitbrachten. Was dann folgte war ein zweiwöchiger Kampf zwischen Mensch und Maschine, aus dem wir auf einer Schotterpiste in der Wüste New Mexicos schliesslich als Verlierer hervor gingen.

Der Film hat 30.000 Euro gekostet. Woher kam das Geld für die Finanzierung damals?

Stefan: Von unseren Girokonten, Kreditkarten und Altersvorsorgen. Anders wäre der Film nicht entstanden, man stelle sich nur mal den Kreditantrag vor:

„Ich plane, mit einem baufälligen, roten 400 PS Cabrio zweimal mit Endgeschwindigkeit quer durch die Staaten zu brettern. Gefilmt wird im Handkamera-Gonzo-Stil, das hat noch keiner so probiert, aber wenn wir den Film dann später im Netz verschenken, können Sie sicher mit einer Rückzahlung des Kredites rechnen. MfG, Stefan Kluge – Besitzstandsloser“

Oder den Filmförderantrag:

„Wir planen da dieses Filmprojekt, dass in seiner formellen Ausführung den Status Quo der Filmindustrie ad absurdum führt und auch von Ihrem Institut eine völlige Neuorientierung erfordert. Wäre nett, wenn Sie das möglich machen. MfG, Stefan Kluge – Quereinsteiger“

Als Ihr dann die Rechte für den Film abklären wolltet, kamen von Industrie und GEMA negative Bescheide. Was hätte der „reguläre“ Weg, diesen Anweisungen Folge zu leisten, für Euch konkret bedeutet?

Stefan: Tom trat für den Film damals extra aus der GEMA aus, was gar nicht so einfach war. Andernfalls hätten wir für jeden Download unseres Films von unserem eigenen Server mit unserer eigens für diesen Film produzierten Musik eine GEMA-Gebühr gezahlt. Das wäre ein gepflegter sechsstelliger Betrag gewesen, von dem er dann nach Abzug der Verwaltungsgebühr und nach Anwendung eines undurchsichtigen Verteilerschlüssels, der freundlicherweise auch Michael Jackson und DJ Bobo berücksichtigt, später ein Bruchteil zurück bekommen würde. Das kam mir besonders absurd vor, weil ich mit der Unterhaltungsindustrie vorher nichts zu schaffen hatte. Aber es wurde noch unverschämter: Wie man uns bei einem Major Label mitteilte, würden wir entweder gezwungen sein, sämtliche Populärmusik aus der Soundkulisse des Films zu entfernen, oder wir müssten dafür die Rechte klären. Und da rede ich von dreissigsekündigem Hintergrundkrächzen in gefühlten 4-Bit bei 11kHz. Rechte klären hieße übrigens in diesem Zusammenhang: Rechte an unserem Film in grobem Umfang abzugeben und das beträfe gestalterische Recht (Popkultur bitte immer schön weichspülen), Verwertungsrechte (kein freier Download, kein Open Source Footage). Kurz gesagt, man holt sich jemanden an den Tisch, den man nicht mal in seinem Haus haben möchte. Das ist nicht nur eine Frage des Geldes, das tangiert auch die Meinungsfreiheit. Du kannst heute kaum noch dokumentarisch filmen, ohne dass dir copyright-geschützte Werke in Deinen Bild und Ton reinstrahlen. Im Hintergrund ist immer ein Fernseher, Radio oder ‘nen CDU-Werbeplakat.

Kurzfristig hat dann der MDR noch 30.000 angeboten, die Ihr aber abgelehnt habt. Standen diese denn unter einem Vorbehalt?

Stefan: Wir hätten die Exklusivrechte am Footage abgeben müssen, damit wäre ein Open Source-Release nicht möglich gewesen.

Wieviel Arbeit hat die „CC-Anpassung“ des Films gekostet? Wie seid Ihr bei den problematischen Musik-Passagen (Autoradio, etc) vorgegangen?

Tom: Da ich sowieso den halben O-Ton komplett rekonstruieren musste, weil mir der Kluge immer nur grandioses Rauschen und Windschlagen abliefert, war das meine kleineste Sorge. In der Phantom Dog-Passage lief zum Beispiel diese herrlich schwülstige Sony-Musik, womit natürlich auch der Dialog des Texaners unbrauchbar wurde. Ich rief dann einen Kumpel aus Belgien an, die können dort sowieso alle nicht vernünftig sprechen – super geeignet also, um einen Texaner zu dubben.

Ihr habt auf Eurer Webseite berichtet, dass nur einen Tag nach Bekanntgabe der CC-Lizensierung Eurer Film plötzlich in den Medien stand. War das für Euch nicht nur ein Beweis für die Möglichkeiten alternativer Modelle sondern sogar eine grundlegende Einstellungsänderung zu Themen wie Teilen, Partizipation, kollektives Arbeiten?

Stefan: Das war auf jeden Fall Richtungsweisend. Natürlich wurden wir auch fies gedisst, damit muss man auch erst mal umgehen lernen, man ist ja nicht unbedingt gewöhnt, dass man übel beschimpft wird, wenn man jemanden beschenkt. Andererseites kamen dann etwa auch schon mal Privatspenden von bis zu 1.000 € rein – das hat mir die netzpolitische Relevanz des Releases deutlich gemacht. Ich hatte diesen Spirit zwar schon während meiner Homecomputerzeit verinnerlicht, aber eher im Zusammenhang mit Software – Free Culture war auch mir einigermassen neu.

Wenn „Route 66“, wie ursprünglich vermutet, eher ein Geheimtipp geworden wäre, wärt Ihr das nächste Projekt dennoch auf die gleiche Art (also als open Source) angegangen?

Stefan: Dann wäre es wahrscheinlich nie zu einem Folgeprojekt gekommen. Ich würde jetzt als Informatiker im Geld schwimmen und für Banken oder Institute arbeiten.

Bei „Route 66“ habt ihr eine umgekehrte Verwertungskette verwendet, bei der das Kino an letzter Stelle steht. Was ist die Logik hinter dieser Herangehensweise?

Stefan: Das Netz wirkt in diesem Zusammenhang wie ein Meinungsverstärker: was im Netz begehrt ist, für das ist auch offline Bedarf da. Wenn sich ein Film im Netz bewährt hat, könnte er auch für ein TV-Publikum taugen. Was im TV gut läuft, ist möglicherweise als Kinofilm machbar. In gewisser Weise war das schon immer so, nur wird es bei Internet-Produktionen nicht von den Produzenten entschieden, sondern von den Zuschauern. Das wird langfristig sicher auch die Fernseh- und Kinowelt verändern. Abgesehen von Blockbustern werden die Perlen in Zukunft wohl zuerst im Netz auftauchen.

Die letzte Droge“ hat 300.000 Euro gekostet. Wie kommen solche gigantischen Summen überhaupt zustande?

Stefan: Die 35.000 € Einnahmen aus „Route 66“ waren ein hilfreicher Start, alle weiteren Gelder haben wir privat quersubventioniert – das war möglich, weil alle im Kernteam als Freiberufler schaffen, d.h. jeder Monat Arbeit am Film wurde mit x Monaten schaffen an anderen Projekten herausgearbeitet. Dadurch hat die Produktion allerdings auch 5 Jahre gedauert.

Die Unterhaltungsindustrie behauptet ja gerne, dass Filme wie „X-Men“, mit Millionenbudgets, in einer urheberrechtsfreien Welt nicht mehr möglich sein werden. Unanbhängig von der Wertigkeit und Notwendigkeit solcher Filme – wie ist Eure Meinung dazu?

Stefan: Kurzfristig ist das sicherlich so. Ich kann mir langfristig allerdings auch Open Source-Blockbuster vorstellen. Wenn die Wikipedias und Firefoxes zu Spenden aufrufen, dann kommen in kurzer Zeit Millionenbeträge zusammen. Und das Bewegtbild steht, zumindest was die Geschäftsmodelle angeht, im Netz ja praktisch erst in den Startlöchern.

Einer Eurer ersten Sponsoren war Tommi Jannot. Wer ist er? Wie kam der Kontakt zustande?

Stefan: Tommi war damals Chef eines Lifestylemagazins. In dieser Position wirst Du natürlich dauernd von Künstlern behelligt, aber wir waren die Einzigen, die VEB FILM Leipzig heissen – Tommis Heimatstadt, aus der er in den 80ern floh. Wir stellten dann fest, dass wir eine Schwäche für merkwürdige Fahrzeuge teilen – vor der Leipziger Oper wäre ich in einer Linkskurve bei 60 fast aus seinem 7er geflogen, weil die Türelektronik seit Monaten im Arsch war. Ein paar Wochen vorher segelte ihm auf der A8 sein 5.000 € Laptop davon, als er mit seiner Hayabusa die 300er Marke geknackt hatte. Da fand er unsere Geschichten vom „mit 160 Sachen durch das Naturschutzgebiet tobenden und dabei fast einen halben Liter pro Kilometer schluckenden, roten Panzer“ natürlich auch witzig.

Welche konkreten Vorteile ergaben sich für „Die letzte Droge“ aus der open Source Herangehensweise? Ist es beispielsweise einfacher, für ein CC-Filmprojekt Geld und Helfer zu finden als für ein traditionelles?

Stefan: Sehr viel einfacher. Durch den freien Netzrelease können wir eine mittelfristige Reichweite von mehreren Millionen Zuschauern garantieren – das ist für einen Low Budget-Film anders praktisch unmöglich. Und damit wird er für Sponsoren und die Presse überhaupt erst interessant. Hinzu kommt, dass Die Letzte Droge das derzeit aufwendigste Open Source-Spielfilmprojekt ist, damit bekommt das ganze für das Team auch noch eine filmhistorische Dimension.

Wie geht Ihr die Marketing-Kampagne für „Die letzte Droge“ an? Ihr habt fünf Jahre in „Die letzte Droge“ investiert. Was wäre für Euch die schönste Belohnung für die harte Arbeit?

Stefan: Ich werde mich darauf konzentrieren, dass der Film als Open Source Film tatsächlich genutzt wird: dass Remixe, neue Sounddesigns und Übersetzungen entstehen und Dinge passieren, die ich mir jetzt noch nicht vorstellen kann. Cool wäre es, wenn mir dann in 15 Jahren meine Tochter eine japanische Manga-Version des Films zeigt.

Links: „Route 66“ · „Die letzte Droge

Deutschlands Mopped-Redakteure

Ich hatte gerade einen Anruf eines MOTORRAD-Redakteurs, der "das normalerweise nicht macht", aber Der Geist der Biker so gut fand, dass er uns persönlich bescheid sagen wollte, dass unser Film in der nächsten Ausgabe (ab 28.5.) empfohlen wird! Super Typ, da fetzt die Woche schon am Montag.
Und da Motorrad ja Europas größtes Mopped-Magazin ist, bin ich froh, dass ich gerade nochmal 400 DVDs bei Amazon habe einlagern lassen (kleiner Tipp für Indie-Label: Fullfillment by Amazon ist sehr zu empfehlen).

Ich muss sagen: Deutschlands Motorrad-Redakteure entpuppen sich als echte Cineasten!

Geist der Biker - Review in MotorradABENTEUER

Der DVD-Release unseres neuen Open Source Films Der Geist der Biker läuft ganz gut. Die Kosten für die 2000er Pressung dürften wir vor allem Dank der Amazon-DVD-Verkäufe aufgrund der guten Reviews in den Mopped-Zeitungen bald wieder rein haben. In Sachen Netrelease hab' ich noch keine Fortschritte gemacht - der wird dann aber, wenn es soweit ist, den DVD-Verkauf erfahrungsgemäss auch noch mal pushen.

Hier aus MotorradABENTEUER 3/2010:

"Was soll schon besonderes daran sein, wenn ein Motorradclub aus Sachsen eine Tour nach Russland unternimmt? Die Antwort liefert der sehenswerte Film Der Geist der Biker von Stefan Kluge.
Zum Glück stösst man auch in der vergleichsweise leider zumeist etwas kreativarmen Motorradfilm-Ecke doch immer mal wieder einmal auf Filmprojekte, die aus dem bunten Aller- und Einerlei des dokumentierten von A-nach-B-Fahrens herausragen. Ein aktuelles Beispiel ist der unterhaltsame Film des Leipziger Filmemachers Stefan Kluge, der die Mitglieder des Dresdner Motorradclubs MC Metern auf seinem 7.000-km-Ausflug nach Jaroslawl ins religiöse Herz Russlands begleitete, die dort ihre Motorräder segnen lassen wollen. Entstanden ist eine Reisedokumentation der besonderen Art, die nicht nur z.T. sehr skurril mit filmischen Konventionen bricht, sondern darüber hinaus auch sehr schön einfängt, worum es in diesem Film eigentlich geht: den universellen Geist der Biker. Mehr muss hier gar nicht verraten werden, ausser vielleicht, dass auch der Soundtrack zu gefallen weiss. In jedem Fall ein echter (Noch-)Geheimtipp für den nächsten Clubabend oder das nächste Treffen. Umso interessanter in diesem Zusammenhang, dass die Vorführung dieses Films auch zu gewerblichen Zwecken ausdrücklich erlaubt ist, denn es handelt sich dabei um einen Open Source Film.
Was das ist, was der Film zu bieten hat und wer die Macher sind, erfährt man in geballter Form auf der Website des Labels unter www.vebfilm.net."

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